TonsillenhyperplasieMandelverkleinerung
Mandelvergrößerung
Wenn die Tonsillen (Gaumenmandeln) ohne häufige Entzündungen stark vergrößert sind und hierdurch Luft- und Speisewege einengen, kann eine Verkleinerung des Tonsillengewebes notwendig sein. Diese wird mit Hilfe eines sog. Argon-Plasma-Beamers durchgeführt. Ein wesentlicher Vorteil dieser Therapie liegt in dem funktionsfähigen Erhalt des Mandelorgans als wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Das Nachblutungsrisiko ist im Vergleich zur Tonsillektomie (vollständige Mandelentfernung) deutlich geringer, lebensbedrohliche Starkblutungen treten so gut wie gar nicht auf. Trotzdem ist eine postoperative Überwachung für 1 Nacht zur Sicherheit notwendig.
Die Operation
Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert ca. 10 Minuten.
Nach der Operation
Nach der Operation sollte sich der Patient ca. 5 Tage körperlich schonen. Der postoperative Wundschmerz kann mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Novalgin behandelt werden. Bei der Ernährung sollte auf scharfes oder saures Essen verzichtet werden.
Die Wundheilung ist in der Regel nach 14 Tagen abgeschlossen.
Wichtig: Ab September 2026 wird die Operation bei gesetzlich versicherten Patienten von der Krankenkassen nur noch als ambulanter Eingriff vergütet. Das bekanntermaßen typische postoperative Nachblutungsrisiko ist den Krankenkassen hierbei egal - die Verantwortung für die Patientensicherheit obliegt nach wie vor dem Operateur. Diese Verantwortung können wir nur bei einer stationären Überwachung mit Vorhaltung eines Notfallmanagements tragen. Daher können wir die Operation nur noch bei privat versicherten Patienten durchführen, deren Versicherungen einen stationären Aufenthalt weiterhin auch bezahlen. Gesetzlich versicherte Patienten können deshalb nur an hauptamtliche HNO-Kliniken verwiesen werden.